
Fasching im Westen der Frankfurt Airport City
Närrinnen und Narren auf dem Mönchhof-Gelände: Am 10. Februar 2008 war es wieder soweit, eine langjährige Wette brachte den Eigentümer des Mönchhof-Geländes mit dem Carneval Club Raunheim zusammen. Die Stadt Raunheim hatte geladen, Fastnacht auf der Baustelle zu feiern, in diesem Jahr mit einer Besonderheit.
Mit einem siegessicheren Lächeln starteten die Geschäftsführerin Gitta Mir-Ali und Prokurist Jan Brückmann von der Fraport Immobilienservice und -entwicklungs GmbH & Co. KG, in die Saison. Denn endlich war es soweit, die langjährige Wettschuld mit der Raunheimer Fastnachtsgesellschaft konnte beglichen werden!
Es war im Jahr 1993, als der damalige Präsident des Carneval Clubs Raunheim (CCR), Willi Wirth, mit dem einstigen Geschäftsführer der Caltex-Deutschland GmbH, Joachim Winzer, eine Wette abschloss. Der Karnevalspräsident vertrat die Position, das Caltex-Gelände (heute Mönchhof-Gelände) könne nach dem Abbruch der Industrieanlagen nicht bebaut werden. Joachim Winzer setzte dagegen.
Seither besuchte der CCR jedes Jahr zur Narrenzeit mit einer Delegation das westlich vom Flughafen gelegene Gelände zur Besichtigung und Kontrolle. Lag keine Bebauung vor, so hatte der Eigentümer des Geländes „Weck, Worscht und Woi“ zu zahlen. Übersetzt bedeutet dies, dass die Kosten für die öffentliche Karnevalsfeier auf dem Mönchhof-Gelände zu übernehmen waren.
Diese Wettpflicht ist im vorletzten Jahr der Fraport zugefallen, als der Flughafenbetreiber das 110 Hektar große Areal von der Caltex-Deutschland GmbH erwarb. „Wettschulden sind Ehrenschulden und aus dieser Pflicht kommt man als neuer Eigentümer nur schwer heraus“, schmunzelt Jan Brückmann. „In den vergangenen Jahren sind Frau Mir-Ali und ich in der Rolle der Familie Hesselbach in die ‚Bütt‘ gestiegen und auch in diesem Jahr haben wir uns traditionsgemäß den versammelten Närrinnen und Narren wieder auf der Bühne gestellt.“
Denn auf dem Mönchhof-Gelände hat sich seit der letzten Karnevalssause einiges getan. Die ersten Straßen wurden gebaut, Versorgungsleitungen angelegt und vor allem der Hochbau macht Fortschritte. Das erste Büro- und Logistikgebäude für rund 50 Arbeitsplätze wurde Ende letzten Jahres von der Firma ontour transport service GmbH bezogen, weitere große Vorhaben befinden sich derzeit im Bau.
Fakten sind also geschaffen. Für „Weck, Worscht und Woi“ war also auch diesmal wieder gesorgt, auch wenn die Kommune Raunheim diesmal der Träger der Zeche war. Raunheim Helau!“

