Auf einen Blick
03.11.2022

Gateway Gardens‘ Gesichter

Jens Schüler, CEO Automotive Aftermarket bei Schaeffler

Jens Schüler, CEO der Schaeffler-Sparte Automotive Aftermarket

Im Juli dieses Jahres eröffnete die Schaeffler-Sparte Automotive Aftermarket ihren neuen globalen Hauptsitz am Standort Gateway Gardens. Der Automotive Aftermarket verantwortet das globale Ersatzteilgeschäft von Schaeffler, dem weltweit führenden Automobil- und Industriezulieferer. Jens Schüler, CEO Automotive Aftermarket, spricht mit uns über das Unternehmen, den Standort Gateway Gardens und über die aktuellen sowie künftigen Herausforderungen der Branche.

 

Herr Schüler, Sie arbeiten nun seit über 12 Jahren bei Schaeffler. Hätten Sie sich das vorstellen können, als Sie zum ersten Mal ins Unternehmen kamen?

Niemals. Ich plane meine Karriereschritte immer mit einem Zeithorizont von 3-5 Jahren. Schaeffler hat es geschafft, mir immer wieder neue, spannende Herausforderungen zum richtigen Zeitpunkt zu geben. Dies ist ein Grund, weshalb ich schon so lange bei Schaeffler bin.

 

Erst kürzlich eröffneten Sie die Automotive Aftermarket Zentrale in Gateway Gardens. Warum entschieden Sie sich für diesen Standort und welche Rolle spielt er für Ihre Sparte?

Wir sind von Langen nach Frankfurt gezogen – wir waren zentral, jetzt sind wir noch zentraler. Der Frankfurter Flughafen ist einer der wichtigsten Knotenpunkte der Welt für Menschen und Waren. Und nun auch Dreh- und Angelpunkt für das globale Aftermarket-Geschäft von Schaeffler. Mit unserem Umzug stärken wir unser globales Headquarter und bieten unseren Mitarbeitenden gleichzeitig eine neue und moderne Arbeitswelt nach dem „Schaeffer-New-Work-Konzept“ für agiles, flexibles und digitales Zusammenarbeiten. Gateway Gardens und New-Work sind für uns wichtige Bausteine, um uns als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und damit maßgebliche Faktoren für unseren zukünftigen Unternehmenserfolg.

 

Sie produzieren und liefern weltweit. Mit welchen Maßnahmen begegnen Sie den aktuellen Krisen?

Der Fokus vieler Autofahrer*innen hat sich aufgrund der Debatte um Klima und Umweltschutz verändert. Wir wissen, dass Nachhaltigkeit für unsere Kunden immer wichtiger wird, und stellen uns auf die wachsenden Anforderungen von Politik, Gesellschaft und Kunden ein. Natürlich behalten wir auch die sehr ernste Lage auf dem Energiemarkt genau im Blick. Lieferengpässe wie es sie aktuell vor allem im Neuwagenmarkt gibt, treffen die Werkstätten mittlerweile weniger und wir können die Nachfrage nach Ersatzteilen bedienen.

 

Wie wirkt sich das gestiegene Umweltbewusstsein auf das Ersatzteilgeschäft aus, oder sind andere Faktoren entscheidend?

Die Branche ist von drei Trends gekennzeichnet: von der Digitalisierung, dem Ziel der Elektrifizierung für klimaneutrale Mobilität und Nachhaltigkeit. Unser Anspruch ist, werkstattgerechte und innovative Reparaturlösungen und Services in den freien Ersatzteilmarkt zu bringen, die die Auto-Werkstätten dabei unterstützen, den wachsenden Herausforderungen von E-Mobilität und Digitalisierung zu begegnen, während sie weiterhin traditionelle Verbrennungsmotoren professionell warten können.

Schaeffler hat zudem eine klare Nachhaltigkeits-Roadmap mit ambitionierten Zielen. Auch im Ersatzteilgeschäft befassen wir uns damit, wie wir den Konzern bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen können. Unsere Produkte und Reparaturlösungen verlängern schon heute die Lebensdauer von Fahrzeugen.

 

Auf welche Herausforderungen freuen Sie sich?

Mein Ziel ist es, Schaeffler in unserer Branche zum Vorreiter beim Thema Digitalisierung, Elektrifizierung sowie Nachhaltigkeit zu machen.